Der Weg aus
der Krise!


Wege aus der Krise (wenn das Laufen einmal schwer wird)

Als erstes ist zu sagen, dass wir zunächst die physiologischen Möglichkeiten ausschließen müssen. Diese können vielschichtig sein:

Wer kennt es nicht dieses Gefühl beim Lauftraining, wenn alles schwer fällt und die immer gleichen Laufstrecken uns anöden. Beim Lauftreff versuchen wir uns bei Mitläufern "reinzuhängen", schaffen es bis zum Ende mitzulaufen, sind aber doch genervt und über das normale Maß ermüdet.
Wenn wir uns läuferisch in die Krise bewegen, dann empfinden wir das Laufen als anstrengend. Laufen ist auf eine gewisse Art und Weise natürlich immer anstrengend, wie wir die Anstrengung allerdings bewerten hängt von unseren Zielen und Motivationen ab. Gerade in der letzten wichtigen Phase einer Marathonvorbereitung gilt es sich beim Laufen wohl zu fühlen. Jede Form der überhöhten Ermüdung, der zu schnellen Leistungssteigerung und des Überforderns führt zur mentalen Schieflage. 

Wir müssen also verstehen, dass alles davon abhängt wie wir das Dauerlauftraining in unsere alltagskulturellen Bedingungen einbinden und unsere körperliche Leistungsfähigkeit reflektieren. Das ist ein langer Prozess, den wir immer wieder neu überprüfen sollten. 

Fazit: Der Weg zum Dauerlaufen ist ein individueller (das heißt nicht allein zu laufen). Individuell meint hier die eigenen Bedingungen als Richtmaß für die läuferische Betätigung zu nehmen.

Der Weg aus der Krise vollzieht sich dann also in der genau Reflexion der eigenen läuferischen Tätigkeit, der Zielvorstellungen sowie der Motivationen. Praktisch könnt ihr die unten stehende Tabelle nehmen und versuchen die positiven Emotionen auf der linken Seite zu verstärken. Stichworte:

Diese Veränderungen vollzieht an den positiven und negativen Emotionen. Das Laufen ist immer ganzheitlich!

positive Emotionen

 

negative Emotionen

     
 

motivationale Ebene

 

ruhiges, lockeres Laufen

Entspannung

keine Lockerheit

kommunikatives Laufen

soziale Kontakte

nur leistungsorientierte Laufpartner

angemessenes Lauftempo, weniger ist oft mehr

Leistungssteigerung

zu schnelles Lauftempo

     
 

Wahrnehmungsebene

 

ruhig, entspannend

Geräusche

laut, hektisch

erfrischend

Gerüche

unangenehm, belastend

abwechslungsreich

Umgebung

eintönig

interessant

Laufstrecke

langweilig

kommunikativ, vertraut

Mitläufer

konkurrenzorientiert

     
 

Empfindungsebene

 

lustvoll, rhythmisch

Lauftempo

atemlos, Seitenstiche

Wärme auch bei kaltem Wetter

Witterung

Kälte, Hitze

leistungsfähig

Körperbefindlichkeit

müde, erschöpft

locker

muskuläre Belastung

verspannt, schmerzend, Muskelkater

weich, unterschiedlich

Bodenbeschaffenheit

hart, fest, schwammig

meditativ, rhythmisch

Atemrhythmus

außer Atem, unrhythmisch